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Archive for August 2010

Auf ganzer Linie versagt!

Die Deutsche Bahn kann wahrlich froh sein, dass sie ein Quasimonopol auf der Schiene hat. Ansonsten würde dieses Unternehmen nicht mal Ansatzweise weiterbestehen. Was sowohl Service als auch Organisation angeht fällt mir nur „Nicht vorhanden“ ein.

Warum schreibe ich das? Ich sitze gerade in einem überfüllten IC an der Ausstiegstür und frage mich, was den vollen Preis für solch eine Fahrt rechtfertigt. Bei dem vollen Fahrpreis erwarte ich, dass ich einigermaßen komfortabel von A nach B transportiert werde. Das betrifft einerseits den Sitzplatz, andererseits auch den Zustand des Zuges. Wenn ich im Abteil Angst habe das der Zug gleich in alle Einzelteile zerfällt, weil es laut ist ohne Ende, klappert usw, oder wenn ich aufgrund akuter Überfüllung im Gang sitzen muss, darf nur ein Teil des Preises fällig werden. Immerhin habe ich keinen Service und Komfort.

Zug fahren sollte doch mal die umweltfreundliche und bequeme Alternative zum Autofahren sein. Von diesem Ziel sind wir soweit entfernt, wie von der vereinheitlichen Weltformel. Das Problem mit der Überfüllung könnte eine Sitzplatzanzeige am Zug lösen. So weiß ich, dass keiner mehr frei ist und kann mir eine neue Lösung überlegen. Für die Ermittlung der belegten Sitzplätze gibt es sicher mehrere Möglichkeiten. Mir fällt da spontan der Ticketverkauf in eine bestimmte Richtung ein – wenn man davon ausgeht, jedes Ticket besetzt einen Sitzplatz – oder Drucksensoren in den Sitzen, wie man sie von Autos kennt. Die Möglichkeiten sind auf alle Fälle da. Eine andere schöne Möglichkeit gegen Überfüllung wäre der Einsatz weiterer Züge, aber ich fantasiere…

Der Grund warum die Bahn auf alle Probleme scheißt ist simpel. Haben wir Passagiere denn eine Wahl? Wenn man nicht mit dem Auto fahren will oder kann, wie soll man sonst innerhalb von Deutschland einigermaßen schnell hin-und-her kommen? Egal ob die Züge noch kaputter werden, noch mehr Verspätung haben werden, noch teurer werden, wir werden weiter Bahn fahren, schlicht und ergreifend weil wir es müssen.

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Die eigene Meinung sagen oder nicht :/

Durch ein Gespräch ist mir eine interessante Frage gekommen. Ist es besser seine Meinung frei und offen zu äußern, oder sie stattdessen lieber nur zu vertreten, ohne sie  äußern. Konkret ging es dabei um die Meinung innerhalb einer Arbeitsgruppe und die politische Meinung. Politik an sich hat den Zweck etwas an der Gesellschaft zu verändern oder beizubehalten. Die Meinung repräsentiert dabei die Richtung und Art der Veränderung. Wenn man seine Meinung lediglich vertritt, stellt sich die Frage, ob die dahinter stehende Botschaft wirklich zu verstehen ist. Ist man beispielsweise für den Atomausstieg und bezieht ausschließlich Ökostrom, dann wird dein Umfeld, außer deines Stromanbieters , nichts davon erfahren. Äußerst du aber zusätzlich deine Meinung, dass du für den Atomausstieg bist und begründest das mit guten Argumenten, hast du die Möglichkeit andere von deiner Meinung zu überzeugen. Das ist ja auch das Ziel, der Meinungsäußerung. Menschen von Ideen zu begeistern, von denen du der Meinung bist, sie sei die beste Alternative. Diese Möglichkeit bedingt die offene Meinungsäußerung und Überzeugung von der Sache. Natürlich kann man nicht von jedem erwarten, dass er die Gesellschaft, in der er lebt, ändern will, doch wenn man sich schon mal die Zeit nimmt und für sich persönlich über bestimmte wichtige Dinge nachdenkt, warum sollte man dann nicht versuchen mit dem Resultat etwas zu bewegen. Manche sagen, sie fürchten sich vor Repressionen, wenn sie frei und offen ihre Meinung äußern, doch ist es nicht wichtiger am Ende seines Lebens sagen zu können, ich habe mich nie für etwas verstellt oder verbogen, sondern immer nach dem gehandelt und das gesagt was ich denke und für richtig halte. Dieses Gefühl stolz auf sich zu sein, weil man sich und seiner Einstellung treu war, sollte mehr wiegen als kurzfristige Akzeptanz durch die selbstgewählte Meinungsunterdrückung. So sehe ich es zumindest, was meine politische Meinung angeht. Bei den Arbeitsgruppen kann man es leider nicht so idealistisch sehen. Während deine politische  Meinung nur dich betrifft, hängt der Erfolg der Gruppe von der Kooperation innerhalb ab. Du kannst zwar deines Wissens nach die bessere Idee haben und auch besser begründen können, doch du kannst niemanden zwingen, deine Meinung anzunehmen. Bei Politik ist es dir mehr oder weniger egal, doch wenn das Ergebnis der Arbeitsgruppe für dich wichtig ist, im Sinne von Geld oder Noten, versucht man das bestmögliche Ergebnis zu erreichen. Bist du der Meinung deine Idee, Meinung wäre die beste, kann es zu großen Diskussionen führen, die nicht produktiv sind, aber jede Menge Zeit verbrauchen. Was das angeht, war ich früher sehr sehr stur. Ich bin sehr diskussionsfreudig und daher hab ich auch gerne in Gruppen diskutiert. Leider zum Leidwesen meiner Gruppenmitglieder. Die bessere Strategie ist einfach mal zurückzustecken, auch wenn es einem total gegen den Strich geht und die eigene Idee viel besser ist. Als eingefleischter Idealist es das schwerer als man sich vorstellt.

Die erste Woche

Die erste Woche ist um und ich möchte ein kleines Fazit ziehen. Ich war sehr angenehm überrascht. Was sowohl meine Mitazubis aus diesem Jahrgang betrifft, als auch die aus den höheren Jahrgängen. Alle waren total aufgeschlossen gegenüber uns Neuen. Auch die Ideen, wie wir den Rest der Azubis kennenlernen konnten, fand ich toll. Aus unserem Jahrgang hatte man auch gleich welche gefunden mit denen man Hannover „erkunden“ konnte. Was ich hiersehr empfehlen kann ist der Funpark im Expo-Plaza. Sehr geile Location, Lasershow und toller Musikmix. Perfekte Atmosphere für Freunde von House, Elektro. Das ich so begeistert bin, kann auch daran liegen, dass ich bis jetzt nicht soo viele „tolle“ Clubs gesehn habe, doch die nächsten 3 Jahre werden zeigen, ob Funpark für mich so DAS Ding bleibt. Der erste Abend war auf alle Fälle ein Riesenspass. Ich freue mich auf das was es in Hannover noch zu entdecken gibt. Das Zweite Ding neben der Clubszene ist die Parkourszene, welche ich suchen muss. Meine Schulterverletzung ist jetzt etwas mehr als 2 Monate her und es wird langsam wieder Zeit zu testen, was schon machbar ist. Beim Suchen wird mir Google sicher gute Dienste leisten.

Also dann. Euch allen eine schöne Woche 😉

Kategorien:Persönliches