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Warum 3D die Qualität von Kinofilmen senkt

Nachdem ich diese Gedanken schon sehr lange mit mir rumtrage und heute, nach dem Ansehen eines aktuellen Kinofilms in 3D bestätigen konnte, muss ich das ganze einfach ma aufschreiben. Also…

Das Problem an 3D ist der Hype darum. Filme werden mit „3D“ beworben, wobei dieses Merkmal teilweise direkt im Filmtitel enthalten ist (siehe Step Up 3D). Macht sich ja gut, bei 3. Teilen von Filmen, geb ich zu. Jedoch machte der heutige Film, es war Resident Evil – After Life, den Eindruck, als wäre er schnell passend zum 3D Boom produziert worden und 3D Effekte seien viel wichtiger als Story. Aber vielleicht sollte ich weiter ausholen.

Ich bin ein großer Fan der Resident Evil Filme. Der ganze Aufbau der Story, der starke Bezug von Teil 2 auf Teil 1 und die sich später auflösenden Rästel oder Ungereimtheiten haben für mich den Reiz ausgemacht. Also dachte ich, die nahtlose Aneinanderreihung wird auch bei Teil 3 praktiziert. Weit gefehlt…

Storymäßig hatte der Film lediglich den T-Virus und Alice als Bezug zu den anderen Teilen. Es wurde ein undefinierter Feind eingesetz, der Alice töten will, doch wirklich Bezug zum Ende des 2. Teils, vor allem im Bezug auf Alice als Projekt der Umbrella Corp. gab es nicht. Stattdessen war eins viel wichtiger! Szenen einzig und allein zur Hervorhebung von 3D, so habe ich es zumindest wargenommen. Seien es umherfliegende Kugeln, Glas, oder andere Teile, oder aus dem Bild herausragende Waffen und Autos, oder die allseits beliebte Slow-Motion, wovon die Regisseure wohl besonders Fan waren. Das alles war so plump und ersichtlich, dass ich froh war, dass diese Praktik gegen Ende immer mehr abnahm. Als ob die Produzenten am Anfang ganz viel 3D zeigen mussten, damit alle sagen „ohhhh“. Bullshit! Es nervt einfach nur tierisch. Filme dürfen nicht in dem Gesichtspunkt produziert werden, dass sie besonders viele „schöne“ 3D Szenen haben. Das war schon seit dem 3D Hype meine Befürchtung und es hat sich an Resident Evil 3 bestätigt. Wer 3D Filme kennt, wo immer noch die Story oder besonders viel Action im Vordergrund steht, OHNE überflüssige Szenen die rufen „Hier guck ma, tolles 3D wa?“, der sage mir Bescheid. Ein weiter Kritikpunkt ist, das die 3D Technik für echten Filmgenuss immer noch nicht ausgereift genug ist. Bewegungen wirken sehr sehr unscharf und unterschiedliche Tiefe, speziell eines Objektes, ebenfalls. Auch erschienen mir bei der Überlappung von „echten“ Bildern und Animationen noch noch einige Unstimmungkeiten was die Größenproportionen anging.

Also liebe Filmindustrie. Filme werden nicht deswegen toll, weil sie 3D sind. Filme werden durch Story, Charaktere, Action und deren stimmige Zusammensetzung toll. Wenn ihr unbedingt 3D einsetzen wollt, dann bitte subtil und nicht so profan offensichtlich und nicht zugunsten einer stimmigen Story und Zusammenhängen.

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